Die schönsten Nationalparks im Westen der USA im Überblick
[...] Jeder Amerikatourist hat eine Vorstellung von Amerikas Nationalparks. Ebensowenig erscheint der Begriff National Forest sonderlich erklärungsbedürftig, es handelt sich – wie der Begriff es andeutet – um Wälder unter Verwaltung einer nationalen Forstbehörde. Unübersehbar sind die State Parks, gelegentlich einzelstaatliche Pendants zu den National Parks, oft aber nichts weiter als öffentliche Strände oder Picknick- und Campingplätze. Es ist für die Planung der eigenen Reise ganz nützlich zu wissen, was sich hinter diesen Begriffen im einzelnen verbirgt und welche kleinen Unterschiede existieren.
Die Idee hinter den Nationalparks
Die Schaffung der amerikanischen Nationalparks basiert auf dem Gedanken, außergewöhnliche Landschaften, Naturwunder und bedeutsame historische Stätten vor Zerstörung und kommerzieller Ausbeutung zu bewahren und gleichzeitig den Bürgern des Landes den (kontrollierten) Zugang zu ermöglichen. Als erster und bis heute berühmtester von allen wurde der Yellowstone bereits 1872 zum Nationalpark erklärt. Aber erst seit 1916 existiert der National Park Service, der seither die Nationalpark-Idee in wirklich vorbildlicher und weltweit nachgeahmter Weise in die Praxis umgesetzt hat.
Dem Park Service unterstehen aber nicht nur die 55 als solche deklarierten Nationalparks (davon 28 in den elf Weststaaten und 5 weitere in unmittelbar angrenzenden Regionen in Südwest- Texas bzw. den Dakotas, 2 auf Hawaii, 9 in Alaska und nur 11 in den östlichen US-Staaten), sondern zusätzlich eine Vielzahl von National Monuments, National Historic Sites, National Recreation Areas und National Lake- and Seashores.
System und Organisation der Nationalparks
Die meisten Nationalparks umfassen größere Gebiete, in denen die Besucher neben herausragenden natürlichen Sehenswürdigkeiten einsames Hinterland finden. Sie sind Besichtigungs- und Ferienziel zugleich. In manchen Parks lassen sich ohne weiteres nicht nur Tage, sondern Wochen abwechslungsreich gestalten. In den strenger thematisch (Flora und Fauna, Geologie, Siedlungs- und vorkolumbische Geschichte, bisweilen auch von jedem etwas) ausgerichteten National Monuments und Historic Sites oder auch Historic Parks ist die jeweilige Attraktion oft einziges, zumindest aber stark vorrangiges Besuchsmotiv. Die Abgrenzung zwischen den Parks und Monuments und anderen ist fließend. Unter den Nationalmonumenten gibt es einige, die alle Merkmale eines Parks zeigen und aufregender sind als mancher von ihnen, so z.B. im Westen das Kakteengebiet Organ Pipe, die vulkanischen Monumente Mt. St. Helens und Craters of the Moon und das Dinosaur Nat’l Monument rund um die Schluchten des Green und Yampa River im Grenzbereich zwischen Colorado und Utah.
National Recreation Areas
Der Begriff »Nationale Erholungsgebiete« bezieht sich vornehmlich auf Landschaften, die für Aktivferien und Family Fun geeignet sind und wegen ihrer Attraktivität ohne die Kontrolle des Staates lange ein Opfer privater Spekulation geworden wären. National Recreation Areas entstanden mehrheitlich um die größten Stauseen des Landes. Ausnahmen sind im Westen z.B. die Oregon Dunes und der Hells Canyon.
National Lake- and Seashores
Die Nationalküsten an den Ozeanen bzw. an den Großen Seen dienen ebenfalls Erholung und Freizeit. In ihnen wird der Naturschutz meist stärker betont. An der Westküste gibt es in dieser Kategorie nur die großartige Point Reyes National Seashore nördlich von San Francisco.
