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Gestrandeter Muschelsauger am Ostende von Norderney

Gestrandeter Muschelsauger
flickr.de: Gestrandeter Muschelsauger

Der Großteil des NSG nimmt annähernd die ganze Osthälfte der Insel ein. Ans Watt grenzen hier ausgedehnte Salzwiesen, in denen seltene Vogelarten wie der Rotschenkel und die Bekassine zu Hause sind. Nördlich dieses Geländes erstreckt sich eine weite Dünenlandschaft, von menschlichen Eingriffen fast zur Gänze verschont und deshalb in prächtigem Urzustand erhalten.

Aufgrund eigenwilliger topografischer Verhältnisse haben Windverwirbelungen zwischen den Dünen tiefe Täler geschaffen, die zum Teil bis auf Grundwasserniveau hinabreichen. In diesen Feuchttälern sind Miniaturmoore und -salzsümpfe entstanden, kleine Biotope voll pflanzlichen Lebens. Torfmoose, Sonnentau, Königsfarn und Bärlapp gedeihen hier, und an den Rändern von Röhrichtteichen finden Birke, Weide und Holunder ideale Wachstumsbedingungen. Dieses Gelände ist Brutgebiet für viele Vogelarten, darunter die Silber- und Sturmmöwe, Brandgans, der Große Brachvogel und die Hohltaube. Besonders schön sind die Dünen zur Blütezeit der Glockenheide im Frühherbst.

Das östliche NSG wird vom mehreren Fußpfaden durchzogen, die teilweise mit Reitwegen kombiniert sind. Bei der Tünnbak in der Inselmitte und unterhalb der Rattendüne an der Osthuk befindet sich jeweils eine Schutzhütte, in der von März bis Oktober ein Info-Stand der Nationalparkverwaltung betrieben wird.

Direkt daneben liegt ein fast versandetes Wrack. Es handelt sich um das eines großen Muschelsaugers, der Anfang der siebziger Jahre hier versucht hatte, einen aufgelaufenen Logger freizuschleppen. Wie es im Leben so geht: Der Helfer erlitt eine Totalhavarie, der andere kam wieder frei.

 

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Dies ist ein Auszug aus dem Buch:

Deutsche Nordseeinseln

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8. Auflage 2009
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