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Das Wahrzeichen von Langeoog - der Wasserturm

Der Wasserturm von Langeoog
Der Wasserturm von Langeoog

Der Wasserturm von Langeoog

Am Langeooger Wahrzeichen kann man nicht vorbeigucken. Dick und bräsig steht der 13 m hohe Wasserturm auf der (16 m hohen) Westkaap-Düne am seeseitigen Ende der Hauptstraße und dominiert in weitem Umkreis das gesamte Geschehen. Viele tausend Male hat man ihn bestimmt schon fotografiert, und er lädt, pittoresk wie er ist, zu immer neuen Aufnahmen ein. Kamerabewehrte Inselbesucher führen mitunter einen wahren Reigen um ihn auf.

Wasserturm Langeoog

Der Bäcker Hubert Recktenwald, erfahren wir aus der Inselhistorie, promovierte 1993 über den Wasserturm sogar zum Konditormeister. Indem er selbigen nämlich als 40 cm lange Draufsicht-Torte aus Quark-Buttercreme, gefüllt mit Kirschen, darstellte. Das Dach des Turmes wurde aus rötlicher Florentinermasse gestaltet, die Ornamentsteine aus Macronenmasse ... genug des Guten – zum Anbeißen muss das Werk ausgesehen haben!

Das Original wurde 1909 fertiggestellt und galt damals als „Symbol des Fortschritts“. Lange diente der Turm als Seezeichen und, seinem Namen Ehre machend, als Wasserreservoir (obwohl nur schlappe 100 Kubikmeter fassend).
Doch schon nach dem Ersten Weltkrieg gab er ein beliebtes Auslugs- und Ausflugsziel ab. Aus 23 Metern schwindelnder Höhe über Normalnull konnte man weit über Langeoog und die Nachbarinseln hinwegblicken und bei guter Sicht sogar Helgoland erspähen. Allerdings: „Im Lauf der Jahre wurden die Treppe, die zur Aussichtsplattform hinaufführt, und der Speicherbehälter im oberen Teil des Turms natürlich immer älter“, führt eine Langeooger Broschüre aus. Wie wahr! Deswegen renovierte man – mit Geldern aus Ausgleichszahlungen für die Pipeline-Verlegung (s. u.) der Firma Statoil – im Jahre 1994 den alten Kameraden, und heute kann er wieder erklettert werden.

Geöffnet ist der Langeooger Wasserturm in der HS Mo-Fr von 10-12 Uhr. Im Eingangsbereich befindet sich eine permanente Ausstellung mit dem spritzigen Thema „Wasserversorgung auf Langeoog“, die gratis inspiziert werden darf.

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Dies ist ein Auszug aus dem Buch:

Langeoog

Langeoog

70 Fotos, 8 detaillierte Karten, 15 interessante Exkurse, Register, Griffmarken, 192 Seiten weitere Informationen ->

3. Auflage 2006
10.50 Euro