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Schloss Sanssouci in Potsdam

Schloss Sanssouci
Schloss Sanssouci

Die Schlosslandschaft in Potsdam Sanssouci.

Dies gleich vorweg: Natürlich ist es nicht möglich, den 290 Hektar großen und wahrhaftig einzigartigen Park mit all seinen Schlössern, Belvedere, Orangerie, Pagoden, Fontänen, Sonnenlauben, Bädern, Tempeln und Skulpturen hier erschöpfend zu beschreiben. Interessierten, die tiefer in die Geschichte des immerhin über vier Generationen entstandenen Parks einsteigen möchten, sei das Besucherzentrum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten an der Historischen Mühle empfohlen. Auch die Führungen durch den Park und die Schlösser starten dort (im Besucherzentrum anmelden; für öffentliche Führungen durch die einzelnen Schlösser jeweils am entsprechenden Schlosseingang zu den angegebenen Öffnungszeiten). Weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter www.spsq.de.

Besucherzentrum Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg,

An der Orangerie 1, 14469 Potsdam, Tel. (0331) 969 42 02, Fax 969 41 07, März-Okt. tgl. 8.30-17 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-16 Uhr.

Gleich hinter dem Parkeingang am Grünen Gitter steht die 1844-54 von Persius, Stüler und Hesse nach italienischem Vorbild entworfene Friedenskirche, in der Bauherr Friedrich Wilhelm IV. zur ewigen Ruhe liegt. Im 1888-90 hinzugefügten Mausoleum befindet sich die Grabstätte Friedrichs III. und seit seiner Überführung 1991 auch die des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.

Friedenskirche,

tgl. Mai-Okt.

Wenige Schritte sind es von hier zum Obeliskportal, 1747 nach dem Vorbild des Gartenportals von Schloss Rheinsberg errichtet, an dem die "Hauptallee", der schnurgerade Hauptweg durch die riesige Anlage beginnt. Über zweieinhalb Kilometer verbindet sie die Potsdamer Innenstadt mit dem Neuen Palais am westlichen Parkende. Vorbei an zwölf Marmorbüsten, grüßt einen kurz nach dem Portal der von zwei Najaden flankierte Wassergott Neptun auf der Neptungrotte, hinter der sich schneeweiß, mit kleiner Kuppel, die 1755-63 von Büring erbaute Bildergalerie erhebt. Sie beherbergt niederländische, französische und italienische Barockmalerei, darunter Werke von Rubens, van Dyck und Caravaggio.

Bildergalerie Sanssouci,

geöffnet 15. Mai bis 15. Okt. Di-So 10-17 Uhr.

Die Bildergalerie flankiert östlich das berühmte Schloss Sanssouci. Wie geduckt liegt das bekannteste aller Potsdamer Schlösser zum Park hin vor einer großen Fontäne hinter sechs im Winter verglasten Terrassen, die über eine ausladende Freitreppe erklommen werden müssen. Vier Jahre nach Regierungsantritt beauftragte Friedrich II. 1744 seinen Freund, den Architekt Knobelsdorff, dieses Bauwerk nach seinen Ideen zu verwirklichen. Ein Weinberg vor den Toren der Stadt wurde als Lokalität auserkoren und der Grundstein zum Schloss gelegt.

Schloss Sanssouci war das Lieblingsdomizil des preußischen Königs, von dem aus er später mit dem Philosophen Voltaire zu langen Spazier- und Debattiergängen durch den Park aufbrach, und von woaus er auf seine Gruft blicken konnte, in der er "sans souci" – ohne Sorgen – begraben werden wollte. Erst 1991 ging dieser Wunsch mit der Überführung seiner sterblichen Überreste vom Hohenzollernschloss Hechingen in Erfüllung.

Schloss Sanssouci, April-Okt. Di-So 9-17 Uhr, im Winter Di-So 9-16 Uhr. Das Schloss ist nur mit Führung zu besichtigen (letzte Führung 17 Uhr bzw. 16 Uhr), der begrenzte Kartenverkauf gilt nur für den laufenden Tag. Es empfiehlt sich daher, möglichst früh am Tag das Ticket zu erwerben, denn der Andrang ist groß. Den Damenflügel sowie die Schlossküche kann man Mitte Mai bis Mitte Okt. Sa/So 10-17 Uhr bewundern.

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Dies ist ein Auszug aus dem Buch:

Berlin

Berlin

Über 120 Fotos, 26 Seiten Stadtatlas, Register, Griffmarken, 360 Seiten weitere Informationen ->

7. Auflage 2008
12.80 Euro