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Tauchen in Australien

Tauchen in Australien

Die Vielfalt der Tauchplätze reicht von kalten, stürmischen Gewässern rund um Tasmanien und in Südaustralien bis hin zu warmen, ruhigen Plätzen am Great Barrier Reef. Tauchen (Scuba-Diving) ist in Down under bei Einheimischen und Touristen eine sehr beliebte Sportart. Das Netz der Tauchschulen und Tauchtourenanbieter ist dicht, insbesondere im tropischen Norden in der Ferienmetropole Cairns. Neben dem artenreichen Tier- und Korallenbestand zählen Höhlen und Schiffswracks zu den Highlights der Unterwasserwelt vor Australiens 36.735 km langen Küstenlinie.

Voraussetzungen für das Tauchen in Australien


Ein gültiger, international anerkannter Tauchschein sowie das Logbuch muss vor Antritt eines Tauchgangs und beim Ausleihen von Equipment vorgelegt werden.

Wer einen Tauchschein in Australien erwerben möchte, benötigt eine tauchärztliche Gesundheitsuntersuchung („Medical“), welche am schnellsten vor Ort durchgeführt wird. Wer sich bereits vor Reiseantritt Gewissheit über die Tauchtauglichkeit verschaffen möchte, sollte in der Heimat einen Tauchmediziner aufsuchen. Im Internet unter www.prodive.com.au ist ein englischsprachiges Tauglichkeitsformular abzurufen, welches unterschrieben werden muss. Tauchanfänger müssen mindestens 12 Jahre alt sein.

Tauchkurse in Australien


Die weltweit größten Tauchverbände sind PADI, SSI, NAUI und CMAS. In Australien und im pazifischen Raum dominieren die Verbände PADI und SSI. Die meisten Tauchschulen bilden nach PADI-Richtlinien aus. Die Inhalte der Ausbildungen sind mehr oder weniger identisch und die Verbände erkennen die Lizenzen gegenseitig an. Daher kommt es weniger auf den Verband als auf die Qualität der Tauchschule und ihrer Lehrer an. Nach erfolgreichem Abschluss eines Tauchkurses erhält jeder Teilnehmer ein Logbuch, in das die Tauchgänge eingetragen werden müssen. Beim Ausleihen von Tauchaussrüstung oder auf Tauchschiffen wird fast immer nach Schein und Logbuch gefragt. Es werden verschiedene Stufen bei der Tauchausbildung angeboten:

Walhai
Walhai

Schnuppertauchen



Hierfür ist keine Erfahrung notwendig – man muss allerdings Schwimmen können. Das Angebot ist lediglich eine Erfahrung, bei der man das Tauchen mit Gerätschaft bis max. 5 m Tiefe ausprobiert wird. Es qualifiziert nicht zum Tauchen!

Open Water


Die 4–5 Tage dauernden Kurse qualifizieren zum Tauchen mit Partner ohne Aufsicht, bis zu einer empfohlenen Tiefe von etwa 18 m. Mindestalter ist 12 Jahre.

Advanced Open Water


Für die Teilnahme am Kurs ist der Open Water Schein notwendig. Nach dem meist dreitägigen Kurz zählt man zu den fortgeschrittenen Tauchern. Die empfohlene maximale Tauchtiefe wird mit 40 m angegeben.

Rettungstaucher (Rescue Diver)


Der Schein ist der erste Schritt zum professionellen Tauchen. Die Voraussetzung für die vier- bis fünftägigen Kurse ist ein bestandener Advanced Open Water Diver.

Divemaster


Der Schein ermächtigt den Besitzer zur Arbeit in der Tauchindustrie, wie zum Beispiel Führen von Tauchgängen, Mitarbeit bei der Ausbildung etc. Voraussetzung für den Erwerb des Divemasters ist der Rettungstaucher.

Tauchlehrer (Dive Instructor)


Nach bestandenem Kurs darf man als qualifizierter Tauchlehrer arbeiten und Taucher eigenständig ausbilden. Voraussetzung ist der bestandene Divemaster. Daneben gibt es weitere Spezialkurse wie Wracktauchen, Höhlentauchen und Unterwasserfotografie.

Fragen …


Was ist bei der Auswahl eines Tauchkurses und einer Tauchexkursion zu beachten?

• Wieviel Zeit wird am Tauchplatz tatsächlich verbracht, und wie lange dauert die Schiffsfahrt dorthin? Ist die Zeit zwischen den Tauchgängen zu knapp bemessen (meist schlingt man noch ein Mittagessen hinunter), so wird alles hektisch und der Genuß unter Wasser geht verloren. Bei mehrtägigen Exkursionen ist es stets ratsam, auf dem Boot zu übernachten (Liveaboard), um tägliche Transferfahrten zu sparen. Ebenso sollten Sie beim Veranstalter nach der Anzahl der Tauchgänge pro Ausflug fragen. Bei Tagesausflügen sind es in der Regel zwei. Doch auch dies hängt von der Verweildauer am Tauchplatz ab.

• Wieviel ausgebildete Tauchlehrer bzw. Betreuungspersonen sind auf dem Schiff und wie viele gehen wirklich mit ins Wasser? Als frisch gebackener Taucher fühlt man sich in der Nähe eines Tauchlehrers immer am sichersten.

• Wie groß ist das Tauchboot und wieviel Gäste werden mitgenommen? Nichts ist schlimmer als ein kleines Schiff, auf dem es vor lauter Passagieren kaum Platz für die eigene Ausrüstung gibt.

• Welche Ausrüstungsgegenstände sind im Preis inkludiert? Sinnvoll ist es, die eigene Taucherbrille (Mask) und Schnorchel (Snorkel) mitzunehmen. Für Fehlsichtige gibt es Korrekturbrillen, die gegen einen kleinen Aufpreis verliehen werden. Wer besonders große oder kleine Füße hat, sollte dies gleich bei Buchung angeben, um passende Flossen an Bord zu erhalten. Langarmige Neoprenanzüge werden in der Regel gegen Mehrkosten verliehen, üblich sind „Shorties“.

Verpflegung ist im Preis meist enthalten, nicht jedoch die Getränke. Achtung: Zwischen dem letzten Tauchgang und einem Flug müssen mindestens 24 Stunden liegen!

Dies ist ein Auszug aus dem Buch:

Australien - Osten und Zentrum

Australien - Osten und Zentrum

516 Seiten, über 150 Fotos u. 50 detaillierte Karten, farbige Umschlagkarten, Register, Griffmarken weitere Informationen ->

4. Auflage 2008
22.50 Euro